Eifelverein Adenau auf der Wanderung nach Altenahr (1909)Historisches Foto von 1909 - Der Eifelverein Adenau auf einer Wanderung nach Altenahr.

Geschichtliches

Mitgliedskarte 1927 RSDie Ortsgruppe Adenau im Eifelverein kann mit Recht stolz darauf sein, zu den ersten zu gehören, die sich nach Gründung des Eifelvereins am 22. Mai 1888 im Kursaal von Bad Bertrich gebildet haben. Bereits am 20. Juni 1889 wurde in Trier der erste "Eifelführer" herausgegeben, der neben vielen Wandervorschlägen auch ein Verzeichnis der damals schon bestehenden fünfunddreißig Ortsgruppen enthielt. Die alphabetische Reihenfolge sah Adenau an der ersten Stelle. Als weiteres Indiz liegt der Endabschluss der Kasse des Eifelvereins für das Rechnungsjahr 1889 vor, in dem die Beitragszahlung der Ortsgruppe mit 30 Mark vermerkt ist. Unterlagen über die personelle Besetzung des damaligen Vorstandes sind leider nicht bekannt. Am 14./15. August 1898 fand dann bereits eine Hauptversammlung des Eifelvereins in Adenau statt, bei der u. a. ein Spendenaufruf zur Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen Dr. Adolf Dronke, den Gründer des Hauptvereins, beschlossen wurde.

 

 Mayschoß 1922

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandergruppe des Eifelvereins Adenau 1922 bei Mayschoß

 

 

Für den Eifelverein war in den Anfängen vor mehr als 100 Jahren die Aufgabenstellung eine andere als heute: Es galt, das bis dahin fast unbekannte Gebiet der Vulkaneifel wirtschaftlich zu fördern und auch über die lokalen Grenzen hinaus bekannt zu machen. Unter dem damaligen Vorsitzenden und königl. Notar Dr. Müll zusammen mit dem Verschönerungsverein Adenau - teilweise in Personalunion geführt - widmete sich der Eifelverein Adenau der Markierung der Wanderwege, dem Aufstellen von Ruhebänken, dem Bau von Schützhütten und der Entwicklung des allgemeinen Fremdenverkehrs.

 

Aussichtsturm auf der "Breiten Heide"

Nr. 2 Aussichtsturm Breite Heide 1912Eine besondere Leistung des Eifelvereins Adenau unter dem Vorsitz von Bürgermeister Collignon war der 1902 errichtete hölzerne Aussichtsturm auf der "Breiten Heide" bei Adenau, dem zur Seite eine geräumige und feste Schutzhütte angebaut wurde. Dieser, 1912 nochmals neu aufgebaut, wurde aber 1929 - inzwischen stark verfallen - auf Abbruch versteigert. Ein anderer Turm ist geblieben und gilt bis zum heutigen Tage als Wahrzeichen der Hocheifel. Es ist der Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Hohen Acht (747 m) als höchste Erhebung der Eifel. Immer wieder gab es im Laufe der Jahrzehnte einen engagierten Einsatz der Ortsgruppe für diesen Turm, so im Jahre 1964, als es um eine Verbesserung der Zufahrt ging.

Turm Breite Heide 1934 

 Wanderer des Eifelvereins Adenau am Aussichtsturm auf der "Breiten Heide"

 

Schutzhütte "Am Näsbachstein"

Eine weitere Initiative des Eifelvereins Adenau war der Bau der Eifelvereinsschutzhütte "Am Näsbachstein", die am 23. Mai 1976 im Rahmen einer Sternwanderung in Betrieb genommen werden konnte. 1995 wurde diese Hütte fast ein Raub der Flammen einer Brandstiftung, durch das noch rechtzeitige Löschen konnte diese aber gerettet und saniert werden.

 

Nr. 5 Eifelvereinshuette 1976

 

Auch bei der Wegemarkierung und Unterhaltung der Hauptwanderwege des Eifelvereins und Betreuung der regionalen städtischen Wanderwege haben die derzeitigen Wegewarte des Vereins, Werner Schäfer und Rolf Lück, gute Arbeit geleistet. So wurde 2009 im Gedenken an den Begründer des Eifelwaldes, den Adenauer Oberförster Clemens de Lassaulx, der Themenwanderweg "Clemens-de Lassaulx-Weg" als Rundwanderweg in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatpflege Adenau e.V. zur Lassaulx-Hütte angelegt. Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen 125-jährigen Vergangenheit wird der Eifelverein Adenau seinen Weg in die Zukunft suchen, einen Weg, der von der Verantwortung für unsere Umwelt und die schöne Eifelheimat geprägt ist.

 

Nachstehend einige historische Mitgliedsausweise des Vereins:

Mitgliedskarte Eifelverein gesamt

Die Ortsgruppe des Eifelvereins Adenau wird seit 18 Jahren von Peter Menches geleitet, der u. a. seine Aufgabe darin sieht, den Verein und sein Programm den sich ändernden Bedingungen einer Freizeitgesellschaft anzupassen, um auch in Zukunft attraktiv zu bleiben.

 

Nachstehend können Sie die Vereinschronik zum 100jährigen Jubiläum einsehen: